13. Internationaler Kongress zur Erforschung des 18. Jahrhunderts, Graz 2011 EnglishFrançais hochISECSUniversität für Musik und darstellende KunstÖsterr. Gesellschaft zur Erforschung des 18.Jhdts.Universität Graz
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Hauptthemen des Kongresses

  • Die Zeit in der Ära der Aufklärung: Gegenwartsvorstellungen und Zukunftskonzepte
  • Mittel- und Osteuropa im Zeitalter der Aufklärung

 

Die Zeit in der Ära der Aufklärung: Gegenwartsvorstellungen und Zukunftskonzepte

Im Zeitalter der Aufklärung dachte der Mensch nicht nur systematisch und kontinuierlich über sein Leben nach, sondern begann es auch zu gestalten und zu ändern. Deshalb ist es notwendig sich auf den Wandel im Umgang mit der Zeit zu konzentrieren und zu fragen: Wie bewertete der Mensch seine Zeit? Was veranlasste ihn sich der Zukunft zuzuwenden? Was enthielten die Visionen über die Zukunft? Zum Beispiel: Wie gedachte der Mensch die Zukunft zu organisieren? Welche Rolle spielte die Idee der Vorsorge? Da das 18. Jh. die Grundlage für die moderne Welt abgibt – welche der zeitgenössischen Sichtweisen sind heute noch gültig und welche nicht und warum nicht?

Mittel- und Osteuropa im Zeitalter der Aufklärung

Obwohl Mittel- und Osteuropa einen bedeutenden Anteil des Kontinents ausmachen, weist dieser Raum nicht dieselben Kennzeichen wie die westliche Welt im 18. Jh. auf: Die politische Ordnung beruhte auf großen Reichen (Russland, Osmanisches Reich, Habsburgermonarchie), vergleichbare koloniale Prozesse wie im Okzident gab es nicht, und die kulturelle Situation war durch drei große Religionen (Katholizismus, Orthodoxie, Islam) und durch die Dominanz einer dörflichen Welt geprägt. Die wichtigsten Fragen sind: Wie sah das gesellschaftliche und kulturelle Profil der Länder jenes Raumes im 18. Jh. aus? Wie drang die Aufklärung in die Welt zwischen Baltischem und Schwarzem Meer ein? Welche Signale gab jene Region Richtung Westen ab? Gibt es Auswirkungen, die bis heute Probleme geblieben sind?